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Die Geschichte hinter einer UNICEF-Weihnachtskarte

Manche UNICEF-Karten erzählen mehr als eine Geschichte. In ihnen begegnen sich ein Kunstwerk, ein besonderer Moment und Menschen, die UNICEF über viele Jahre verbunden sind. Eine solche Geschichte beginnt 1986 in Berlin. Mit Ölfarbe und Pinsel erschafft die Malerin Cilly Gascard eine verschneite Winterwelt voller kleiner Begebenheiten – ein Bild, das später als UNICEF-Weihnachtskarte Weihnachtsgrüße in viele Häuser trägt. Fast 40 Jahre danach hat das Original bei UNICEF ein neues Zuhause gefunden, pünktlich zum 80. Geburtstag von UNICEF.

Die Geschichte hinter einer UNICEF-Weihnachtskarte

Wie das Originalgemälde zu UNICEF kam

Viele Jahre begleitete das gerahmte Ölgemälde Lieselotte Juritsch. Sie war mit Cilly Gascard befreundet und hatte es damals direkt von der Künstlerin erworben. Mit UNICEF verband sie eine Treue, die Jahrzehnte überdauerte.

Nach ihrem Tod suchte ihr Sohn für das Bild einen Ort, an dem es weitererzählen kann, was seiner Mutter wichtig war. Er fand ihn bei UNICEF. Sorgfältig verpackt machte sich das Gemälde auf den Weg nach Köln.

Einen großen materiellen Wert hat es nicht. Sein Wert liegt in dem, was es mitbringt: Erinnerungen, Freundschaft und Verbundenheit.

Eine Freundschaft aus Berlin

Cilly Gascard wurde 1911 geboren und lebte in Berlin. Als Amateurkünstlerin stellte sie ihre Werke aus dem Umfeld der naiven Malerei auch öffentlich aus. Ihre Bilder zeigen die Welt mit einem eigenen, unverwechselbaren Blick – klar, farbenfroh und voller Liebe zum Detail.

Von ihrer Freundschaft mit Lieselotte Juritsch sind nur wenige Spuren geblieben, doch sie erzählen viel. Die beiden Frauen begegneten sich in der schwedischen Victoriagemeinde in Berlin-Wilmersdorf. Lieselotte Juritsch schätzte ihre Freundin als zugewandte, freundliche und bescheidene Frau. Und in der Familie lebt die Erinnerung an gemeinsame Spaziergänge durch Berlin-Zehlendorf weiter – mit dem kleinen Enkel an ihrer Seite.

So ist das Gemälde mehr als ein Kunstwerk. Es ist ein Erinnerungsstück an eine Freundschaft und an eine Verbundenheit mit UNICEF, die bis heute nachklingt.

Ein besonderer Moment in der UNICEF-Geschäftsstelle in Köln

Als das Gemälde bei UNICEF ankam, wurde es behutsam ausgepackt und fotografisch begleitet. Stück für Stück gab die Verpackung den Blick auf die verschneite Winterwelt frei – ein bewegender Moment. Ein Original in den Händen zu halten, das einst Vorlage für eine UNICEF-Weihnachtskarte war, ist etwas ganz Besonderes.

Sonja Däneke betrachtet das Originalgemälde. Sonja Däneke betrachtet das Originalgemälde von Cilly Gascard.

Für Sonja Däneke, Abteilungsleiterin UNICEF-Karten und Produkte, war es nach 16 Jahren bei UNICEF das erste Mal, dass sie ein solches Originalgemälde aus nächster Nähe sehen und in den Händen halten konnte. Mit dem Geschenk verbindet sich große Dankbarkeit: für das Vertrauen des Schenkenden und für die Geschichte, die dieses Bild mit UNICEF verbindet.

Das Originalgemälde von Cilly Gascard bei UNICEF. Das Gemälde in der UNICEF-Geschäftsstelle in Köln.

„Dass das Gemälde eine Zukunft bei UNICEF hat, ist ein sehr schöner Gedanke, der auch meine Mutter berühren würde.“ – Volker Juritsch

Vorerst hat das Gemälde seinen Platz im Büro des Grußkartenteams gefunden. Dort leuchtet sein kleiner Weihnachtsmarkt nun mitten im Arbeitsalltag – und erinnert an die lange Tradition der UNICEF-Grußkarten und an die vielen Menschen, die sie mittragen.

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Das Motiv: ein Weihnachtsmarkt im Schnee

Das Gemälde öffnet den Blick auf einen Dorfplatz unter frischem Schnee. Zwischen weiß bedeckten Dächern ragt eine Kirche mit hellem Turm in den Winterhimmel. In der Mitte steht, festlich geschmückt, der Weihnachtsbaum – das Herz der ganzen Szene.

Um ihn herum ist alles in Bewegung. Menschen schlendern zwischen den Marktständen, begegnen einander und tauschen Geschenke aus. Bunte Luftballons tanzen über dem Platz, aus den Schornsteinen kräuselt sich Rauch, und eine alte Straßenlaterne wirft ihr Licht über das Treiben.

Im Vordergrund zieht ein Pferd einen Schlitten durch den Schnee, ein Hund läuft fröhlich nebenher. Wer genauer hinsieht, entdeckt immer neue kleine Geschichten.

Die klare, farbenfrohe Bildsprache verwandelt die Szene in eine märchenhafte Winterwelt. Sie erzählt von Gemeinschaft, Wärme und Geborgenheit – von allem, was Weihnachten ausmacht und persönliche Weihnachtsgrüße so wertvoll macht. Unten links hat die Künstlerin ihr Werk signiert: „Cilly Gascard“ und „86“.

Ein Werk aus dem Umfeld der naiven Malerei

Das Gemälde lässt sich dem Umfeld der naiven Malerei zuordnen. Typisch dafür sind die flächige, detailreiche und erzählerische Bildsprache und die idealisierte Darstellung der Dorfszene.

Menschen, Häuser, Tiere und Gegenstände erscheinen vereinfacht und typisiert, nicht naturalistisch. Der Bildraum entsteht vor allem durch die Anordnung vieler einzelner Elemente, weniger durch eine streng durchgehaltene Zentralperspektive.

Zusammengehalten wird die Komposition vom Weihnachtsbaum in der Mitte. Um ihn herum entfalten sich viele kleine Szenen – wie in einem Wimmelbild. So zeigt das Werk Weihnachten nicht als einzelnen Augenblick, sondern als gemeinschaftliches Geschehen.

80 Jahre UNICEF, 40 Jahre Gemälde

Die Schenkung fällt in ein besonderes Jahr. UNICEF wurde im Dezember 1946 gegründet und feiert 2026 seinen 80. Geburtstag – und das Gemälde von Cilly Gascard wird im selben Jahr 40 Jahre alt.

So findet das Bild im Jubiläumsjahr neue Wertschätzung, ganz im Sinne des Schenkenden. Und es erinnert daran, was UNICEF seit acht Jahrzehnten trägt: Menschen, die über Generationen hinweg ihr Herz für Kinder öffnen.

Die Geschichte hinter den UNICEF-Grußkarten

UNICEF-Grußkarten verbinden seit mehr als 75 Jahren Kunst mit guten Wünschen. Die erste UNICEF-Karte entstand 1949 nach einem Bild der siebenjährigen Jitka Samková aus der Tschechoslowakei – als Dank für die Hilfe, die ihr Dorf nach dem Krieg erhalten hatte.

Seitdem stammen die Motive der UNICEF-Weihnachtskarten von Kunstschaffenden aus aller Welt. Hinter manchen Karten stehen persönliche Begegnungen und Geschichten, die erst viele Jahre später sichtbar werden.

Die Karte von Cilly Gascard zeigt: Eine Weihnachtskarte ist oft mehr als ein schönes Motiv. Sie bewahrt Erinnerungen, verbindet Menschen – und unterstützt mit jedem Kauf die Arbeit von UNICEF für Kinder weltweit.

Der Auspackmoment des Gemäldes von Cilly Gascard in der Galerie

Weihnachtskarten schreiben und Gutes tun

Die Adventszeit ist die schönste Gelegenheit, Familie, Freund*innen und Bekannten mit einer persönlichen Weihnachtskarte eine Freude zu machen. Ein handgeschriebener Weihnachtsgruß zeigt: Hier hat sich jemand Zeit genommen.

Klassische Wünsche wie „Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr“ passen ebenso wie eine gemeinsame Erinnerung, ein Dankeschön oder ein Ausblick auf das neue Jahr. Besonders herzlich wird eine Karte, wenn die Worte zum jeweiligen Menschen passen.

Im UNICEF-Grußkartenshop finden Sie Weihnachtskarten von klassisch und festlich bis modern und verspielt – als Klappkarten, Postkarten, Mini-Karten oder Aufstellkarten. Auch für Unternehmen gibt es passende Weihnachtskarten für Firmenkunden, mit denen Weihnachtsgrüße an Kund*innen und Geschäftspartner zugleich ein Zeichen für Kinder setzen.

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